Einscheibensicherheitsglas ist ein thermisch vorgespanntes Glas, welches beim Herstellungsprozess bis zur Erweichung erhitzt und anschließend mit Kaltluft konvektiv abgekühlt wird

Einscheibensicherheitsglas (ESG)

Einscheibensicherheitsglas ist ein thermisch vorgespanntes Glas, welches beim Herstellungsprozess bis zur Erweichung erhitzt und anschließend mit Kaltluft konvektiv abgekühlt wird. Die daraus resultierenden Druck- und Zugspannungen bewirken eine weitgehende Widerstandsfähigkeit für Stoß-, Schlag- und Biegebeanspruchung. Darüber hinaus hat ESG eine dauerhafte Hitzebeständigkeit von 200 °C. Bei Zerstörung des Spannungsverhältnisses durch Beschädigung der Oberfläche, Ecken oder Kanten zerfällt das Glas in ein Netz kleiner Bruchstücke. Aufgrund der hohen Belastbarkeit und des beschriebenen Bruchverhaltens ist es ein Sicherheitsglas.

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Warum Heat-Soak-Test?
Durch unvermeidbare Nickelsulfideinschlüsse in einer Glasscheibe wird durch Temperaturerhöhung das Volumen der Nickelsulfide vergrößert. Dadurch kann das Spannungsgleichgewicht der ESG–Scheibe gestört werden. Diese Spannungsveränderung ist Ursache für den Spontanbruch.

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Um einen Spontanbruch im eingebauten Zustand weitgehend zu vermeiden, können ESG–Scheiben einem Heat-Soak-Test unterzogen werden. Der Heat-Soak-Test ist in jedem Anwendungsfall zu empfehlen, jedoch nicht generell im Lieferumfang enthalten. Der Heißlagerungstest wird nach EN 14179 bzw. Bauregelliste A durchgeführt.

Bei diesem Testverfahren wird durch Erwärmen der Scheibe ein möglicher Spontanbruch gewollt herbeigeführt.

Download: Spontanbruch_von_ESG_und_ESG-H.pdf